Mit Scham sitzen
Ein Emotionsraum für dein Verhältnis zu Scham.
Scham kann laut sein: das heiße Gesicht, der Wunsch, im Boden zu versinken. Oft ist sie leiser. Dann zeigt sie sich als Zurückhaltung, als vieles Erklären oder als Kritik an dir selbst, bevor es jemand anderes tut. Und manchmal ist gar nicht klar, ob das, was gerade geschieht, überhaupt Scham ist.
Mit Scham sitzen gibt dir 21 Einheiten Zeit, ihr zu begegnen – und wahrzunehmen, was dabei bei dir geschieht.
21 Einheiten · 3 Perspektiven · selbstgeführt · kostenlos
Vielleicht kennst du etwas davon.
Du gehst ein Gespräch hinterher immer wieder im Kopf durch.
Du möchtest etwas zeigen und ziehst dich im letzten Moment zurück.
Aus einem Fehler wird schnell das Gefühl, selbst falsch zu sein.
Du machst dich kleiner, damit möglichst wenig Angriffsfläche bleibt.
Oder du liest das und denkst: Ich weiß gar nicht, welche Rolle Scham bei mir spielt. Auch damit kannst du beginnen. Ein „Problem mit Scham“ musst du nicht nachweisen.
Scham aus drei Richtungen.
Wie jeder Emotionsraum schaut auch dieser aus drei Perspektiven auf die Emotion. Bei Scham heißt das:
Die Wächter: was du tust, bevor Scham spürbar wird. Erklären, relativieren, dich selbst kritisieren, lieber nicht hinschauen.
Der Körper: wie Scham sich zeigt. Wärme im Gesicht, Enge, der Impuls wegzusehen. Oder nichts davon.
Die Menschlichkeit: wann du gesehen werden möchtest und wann lieber nicht, wo du dazugehörst und welche Sätze über dich selbst so selbstverständlich geworden sind, dass du sie kaum noch bemerkst.
So kann eine Einheit aussehen.
Was sagt die Stimme?
Vielleicht kennst du diese schnelle innere Stimme:
Nicht so.
Nicht du.
Bloß nicht auffallen.
Reiß dich zusammen.Was sagt diese Stimme bei dir?
Andere Einheiten richten den Blick auf den Körper, auf Rückzug oder darauf, was im Kontakt mit anderen geschieht. Manche enthalten ein Video, manche fast nur eine Frage.

Hier schaut niemand zu.
Scham hat viel mit dem Blick anderer zu tun. In diesem Raum gibt es keinen: Kein Coach liest mit, und deine Antworten musst du niemandem zeigen.
Du bestimmst, wann du weitergehst, wie lange du bei einer Frage bleibst und wann es für heute genug ist.
Scham muss hier nicht weg.
Scham gehört zum menschlichen Erleben. Deshalb verspricht dir dieser Raum weder weniger Scham noch mehr Selbstwert.
Vielleicht bemerkst du sie früher. Vielleicht erkennst du einen Satz über dich, der bisher unbemerkt mitlief. Vielleicht verändert sich zunächst gar nichts.
Die Erfahrung muss nirgendwohin führen, um deine Erfahrung zu sein.
Grenzen
Mit Scham sitzen ist selbstgeführte Selbsterfahrung und keine Therapie. Wenn du gerade stark destabilisiert bist oder dich alte Erfahrungen beim Hinschauen regelmäßig überwältigen, ist ein selbstgeführtes Format möglicherweise nicht das richtige.
Wann eigengrund passt – und wann nicht →
Du kannst einfach anfangen.
Mit Scham sitzen ist kostenlos. Du brauchst dafür nur ein Konto und bekommst den vollständigen Raum mit allen 21 Einheiten.
Du musst ihn nicht in 21 Tagen machen und nicht beenden. Danach musst du nichts buchen.
Mit Scham sitzenErst verstehen, wie Emotionsräume aufgebaut sind? Was ist ein Emotionsraum? →
Häufig gestellte Fragen
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Das musst du vorher nicht wissen. Scham ist oft leise und zeigt sich eher in Zurückhaltung, vielem Erklären oder Selbstkritik als in einem deutlichen Gefühl. Du kannst mit ein paar Einheiten beginnen und schauen, ob dich etwas anspricht. Wenn nicht, darfst du jederzeit aufhören.
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Eine häufige Unterscheidung lautet: Schuld bezieht sich auf etwas, das ich getan habe („Das war falsch“). Scham betrifft eher mich als Person („Ich bin falsch“). Im Erleben gehen beide oft ineinander über. Für Schuld gibt es einen eigenen Emotionsraum: Mit Schuld sitzen, Teil des Jahresraums.
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Scham gehört zum menschlichen Erleben. Sie hängt eng damit zusammen, wie wir vor anderen erscheinen und wo wir dazugehören. Schwierig wird sie oft dort, wo sie sehr schnell, sehr stark oder kaum bemerkt abläuft. Im Raum kannst du anschauen, wie das bei dir ist. Abschaffen musst du dabei nichts.
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Das ist bei Scham gut möglich. Niemand liest deine Antworten, und eintragen musst du auch nichts: Du kannst jede Frage unbeantwortet lassen und weitergehen. Manchmal reicht es, eine Frage zu lesen und einen Moment bei ihr zu bleiben.
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Für eine Einheit meist zwischen 2 und 6 Minuten. Wie lange der ganze Raum dauert, bestimmst du: ein paar Wochen oder deutlich länger.
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Scham ist oft mit früheren Erfahrungen verbunden. Es kann sein, dass dir beim Hinschauen etwas einfällt. Du kannst jederzeit pausieren, Abstand zum Bildschirm nehmen oder dich bewegen. Wenn dich etwas stark aufwühlt oder immer wieder überwältigt, sprich mit einem Menschen, dem du vertraust, oder mit einer professionellen Begleitung. In einer akuten Krise erreichst du die TelefonSeelsorge rund um die Uhr und kostenlos: Deutschland 0800 111 0 111, Österreich 142, Schweiz 143. Im Notfall: 112.
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Ja. Erzähl am besten deiner Therapeutin, deinem Therapeuten oder deinem Coach davon. Dann könnt ihr gemeinsam einordnen, was dabei auftaucht.
Bei akuten Krisen (kostenlos, 24/7):
Notruf 112
Deutschland: TelefonSeelsorge 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222
Schweiz: Die Dargebotene Hand 143
Österreich: TelefonSeelsorge 142
Wann eigengrund.space und wann nicht →
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