Ehrliches Mitteilen (online)
In Kontakt sein, ohne etwas lösen zu müssen.
Manchmal ist der ehrlichste Kontakt der, bei dem nichts erklärt werden muss.
Beim Ehrlichen Mitteilen nach Gopal Norbert Klein geht es darum, wahrzunehmen und auszusprechen, was gerade tatsächlich da ist: Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen.
Nicht die Geschichte darüber. Sondern das, was du jetzt wahrnimmst.
Jetzt anmelden Andere FormateWas ist Ehrliches Mitteilen?
Ehrliches Mitteilen ist eine strukturierte Selbsthilfe- und Kommunikationsmethode.
Menschen kommen in einem geschützten Rahmen zusammen und teilen nacheinander mit, was sie im gegenwärtigen Moment bei sich wahrnehmen.
Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit auf drei Bereiche:
💭 Gedanken
Was geht gerade durch meinen Kopf?
❤️ Gefühle
Welche Gefühle nehme ich gerade wahr?
🌿 Körperempfindungen
Was spüre ich gerade in meinem Körper?
Es geht nicht darum, etwas besonders Interessantes oder Tiefgründiges zu erzählen. Ebenso wenig darum, die eigenen Gefühle zu erklären oder herauszufinden, warum etwas gerade so ist.
Du nimmst wahr. Du teilst mit. Die anderen hören zu.
Wie läuft ein Treffen ab?
Zu Beginn gibt es eine kurze Einführung und wir besprechen gemeinsam den Rahmen und die Regeln des Ehrlichen Mitteilens.
Anschließend praktizieren wir das Ehrliche Mitteilen in einer klaren Struktur. Jede Person bekommt Raum für ihre Wahrnehmungen, während die anderen zuhören.
Es werden keine Ratschläge gegeben und die Mitteilungen werden nicht kommentiert, analysiert oder bewertet.
Wenn du zum ersten Mal dabei bist, erklären wir dir vorher alles, was du für die Teilnahme wissen musst.
Du brauchst keine Vorerfahrung.
Muss ich über persönliche Dinge sprechen?
Nein.
Du entscheidest selbst, was und wie viel du mitteilen möchtest. Niemand wird gedrängt, etwas Persönliches zu erzählen oder sich auf eine bestimmte Weise zu öffnen.
Auch Stille, Unsicherheit oder das Gefühl, gerade nichts sagen zu wollen, dürfen da sein.
Es geht nicht darum, etwas zu leisten.
Ein vertraulicher Raum
Damit ehrlicher Kontakt möglich wird, braucht es einen geschützten Rahmen.
Was innerhalb der Gruppe persönlich geteilt wird, bleibt in der Gruppe. Alle Teilnehmenden verpflichten sich, persönliche Äußerungen und Informationen anderer vertraulich zu behandeln.
Audio-, Video- oder Bildschirmaufzeichnungen sind nicht erlaubt.
Bei den Online-Treffen bitten wir dich außerdem, von einem Ort teilzunehmen, an dem andere Personen nicht mithören können.
Voraussetzung für deine Teilnahme
Bevor du zum ersten Mal an einer Gruppe teilnimmst, lies bitte das Merkblatt für Lokale Gruppen. Darin findest du die grundlegenden Regeln und den Rahmen für das Ehrliche Mitteilen:
Merkblatt für Lokale Gruppen herunterladen (PDF) →
Wenn du vorher mehr erfahren möchtest
Wenn du dich ausführlicher mit der Methode beschäftigen oder dich auf deine erste Teilnahme vorbereiten möchtest, findest du hier weiteres Material:
Ehrliches Mitteilen lernen – em-lernen.de →
Das ist optional und keine Voraussetzung für deine Teilnahme.
Was Ehrliches Mitteilen nicht ist
Ehrliches Mitteilen ist ein Selbsthilfe- und Übungsformat. Es ist keine Psychotherapie, psychiatrische oder medizinische Behandlung und ersetzt diese nicht. Das entspricht auch der bisherigen Einordnung der Kontaktformate auf eigengrund.
Wir stellen keine Diagnosen und geben keine Heilungsversprechen.
Wenn du dich in einer akuten psychischen Krise befindest oder unsicher bist, ob die Teilnahme für dich geeignet ist, wende dich bitte an eine entsprechend qualifizierte Fachperson.
Wer steckt hinter der Methode?
Ehrliches Mitteilen wurde von Gopal Norbert Klein entwickelt.
Wir bei eigengrund haben die Methode nicht entwickelt. Wir praktizieren sie selbst und bieten Räume an, in denen Menschen zusammenkommen können, um Ehrliches Mitteilen gemeinsam zu praktizieren.
Teilnahme bei eigengrund
Wir bieten Ehrliches Mitteilen regelmäßig als Live-Gruppenformat an. Die konkreten Termine und Uhrzeiten versenden wir jeweils an die Teilnehmenden.
Für diese Online-Terminen treffen wir uns über Zoom.
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Häufig gestellte Fragen
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Nein. Du kannst auch teilnehmen, wenn du Ehrliches Mitteilen bisher noch nicht praktiziert hast.
Vor deiner ersten Teilnahme ist lediglich Voraussetzung, dass du das Merkblatt für Lokale Gruppen gelesen hast. Den Ablauf und alles Weitere erklären wir zu Beginn des Treffens.
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Nein. Es gibt keine „richtige“ Erfahrung und du musst keinen bestimmten Zustand erreichen.
Vielleicht bemerkst du Freude, Anspannung, Unsicherheit oder Traurigkeit. Vielleicht sind vor allem Gedanken da oder du nimmst gerade kaum Körperempfindungen wahr.
Auch das ist vollkommen in Ordnung. Es geht darum, wahrzunehmen, was jetzt gerade da ist.
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In einem gewöhnlichen Gespräch reagieren wir meist direkt aufeinander: Wir stellen Fragen, erzählen eigene Geschichten, geben Ratschläge, erklären uns oder diskutieren.
Beim Ehrlichen Mitteilen gibt es eine klare Struktur. Während eine Person mitteilt, hören die anderen zu. Das Gesagte wird nicht kommentiert, analysiert oder bewertet.
Dadurch kann ein Raum entstehen, in dem du dich weniger damit beschäftigen musst, wie andere auf das Gesagte reagieren.
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Nein. Das ist gerade nicht das Ziel des Formats.
Die anderen Teilnehmenden hören dir zu, ohne deine Mitteilung zu analysieren, Lösungen vorzuschlagen oder dir zu sagen, was du tun solltest.
Du musst also auch nichts für die anderen lösen.
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Da Ehrliches Mitteilen ein Begegnungsformat ist, ist die Teilnahme grundsätzlich mit eingeschalteter Kamera vorgesehen.
Wenn es bei einem konkreten Termin andere Regelungen gibt oder du aus einem wichtigen Grund deine Kamera zeitweise nicht nutzen kannst, kannst du dies mit der jeweiligen Gruppenleitung besprechen.
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Du brauchst eine stabile Internetverbindung, Kamera und Mikrofon. Ein Headset oder Kopfhörer sind empfehlenswert.
Wichtig ist außerdem ein möglichst ungestörter Ort, an dem du während des Treffens frei sprechen kannst und andere Personen nicht mithören.
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Du bestimmst jederzeit selbst deine Grenzen.
Du kannst eine Pause machen, mitteilen, dass dir etwas zu viel wird, weniger mitteilen oder dich aus einer Übung herausnehmen. Niemand muss etwas Persönliches erzählen oder sich über die eigenen Grenzen hinaus öffnen. Tatsächlich geht es auch darum Grenzen mitzuteilen und sie nicht zu übergehen.
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Ja. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit bewusst auf Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen richten, können auch intensive Emotionen wahrnehmbar werden.
Das Ziel ist jedoch nicht, möglichst intensive Erfahrungen hervorzurufen. Ehrliches Mitteilen ist kein therapeutisches Krisenformat.
Wenn du dich in einer akuten psychischen Krise befindest oder unsicher bist, ob das Format für dich geeignet ist, wende dich bitte vor einer Teilnahme an eine entsprechend qualifizierte Fachperson.
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Alle Teilnehmenden verpflichten sich, persönliche Äußerungen und Informationen anderer vertraulich zu behandeln.
Aufzeichnungen sind nicht erlaubt. Bei Online-Treffen solltest du außerdem sicherstellen, dass andere Personen in deiner Umgebung nicht mithören können.
Eine absolute Vertraulichkeit durch das Verhalten anderer Teilnehmender kann eigengrund.space allerdings nicht garantieren. Überlege deshalb selbst, welche persönlichen Informationen du in einer Gruppe teilen möchtest.
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Beide Formate beschäftigen sich mit Ehrlichkeit, Wahrnehmung und zwischenmenschlichem Kontakt, haben aber einen unterschiedlichen Rahmen.
Beim Ehrlichen Mitteilen steht das strukturierte Mitteilen der eigenen Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen im Vordergrund. Die anderen hören zu, ohne das Gesagte zu kommentieren.
Bei Radical Honesty steht die unmittelbare Begegnung stärker im Mittelpunkt. Auch Gedanken, Gefühle und Reaktionen, die direkt im Kontakt mit einer anderen Person entstehen, können ausgesprochen und miteinander erforscht werden.
Bei eigengrund.space sind es deshalb zwei eigenständige Formate.
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Sofern beim jeweiligen Termin Plätze verfügbar sind, kannst du dich für einen Termin anmelden und das Format kennenlernen. Die konkreten Teilnahmebedingungen findest du bei der jeweiligen Veranstaltung.
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Nein. Die Teilnahme an den Ehrliches-Mitteilen-Terminen ist kostenlos.
Wann eigengrund.space und wann nicht →
