Unsere Haltung

Wie wir denken, woher eigengrund kommt und warum wir glauben, dass niemand falsch ist. Auch wenn es sich manchmal genau so anfühlt.

Warum es eigengrund gibt

eigengrund ist aus Beobachtungen entstanden. Aus dem, was wir bei uns selbst erlebt haben, und aus dem, was wir in der Begleitung anderer Menschen immer wieder gesehen haben.

Wir haben beide lange gesucht. Viel gelesen, viel ausprobiert, viel verstanden. Und wir kennen das Gefühl, das dabei oft übrig bleibt: Man weiß mehr als früher und dreht sich trotzdem im Kreis.

Vor zehn Jahren hätten wir selbst kaum sagen können, wonach wir eigentlich suchen. Es gab kein offensichtliches Problem. Da war nur dieses Gefühl, dass etwas Grundsätzliches nicht stimmt.

eigengrund ist der Ort, den wir uns damals gewünscht hätten. Einer, an dem dir niemand erklärt, was mit dir nicht stimmt. Du musst hier nichts optimieren, und niemand verspricht dir etwas. Du kannst einfach da sein, während sich in dir etwas bewegt.

Vielleicht bist du gar nicht falsch.
Vielleicht hast du bisher nur in die falsche Richtung geguckt.

Das ist eine Einladung, die eigene Lage einmal von einer anderen Seite anzuschauen. Reparieren wollen wir an niemandem etwas.

Was wir selbst durchlaufen haben

Wir haben vieles ausprobiert: Therapie, Körperarbeit, Substanzerfahrungen, schamanische Zeremonien, spirituelle Praxis. Dazu jahrelang Bücher, Workbooks, Workshops, Retreats, Kurse und Ausbildungen. Manches hat geholfen. Vieles auf eine andere Art, als wir erwartet hatten. Auch deshalb gibt es auf eigengrund kein Programm und keine Methode, die man durchlaufen muss.

Vielleicht bist du ähnliche Wege gegangen und fragst dich, was das alles bedeutet und wohin es führt. Diese Frage kennen wir gut. Hier schaut niemand weg.

Was wir über Entwicklung glauben

Das sind keine Lehrsätze. Es ist das, was wir immer wieder beobachtet haben, bei uns und bei anderen.

  1. Niemand ist falsch. Was sich wie ein Defekt anfühlt, ist meistens eine Schutzreaktion. Sie war einmal klug und sinnvoll. Heute steht sie vielleicht im Weg.
  2. Verstehen allein reicht selten. Der Kopf kann etwas vollständig begreifen, und trotzdem bewegt sich im Leben nichts. Veränderung passiert oft an Stellen, auf die man gar nicht schaut.
  3. Entwicklung lässt sich nicht machen. Gute Bedingungen schaffen kannst du, zum Beispiel mit der Frage: Was tut mir gerade gut? Der Rest folgt einem eigenen Rhythmus.
  4. Der Körper gehört gleichwertig dazu. Was im Kopf feststeckt, kommt manchmal über den Körper wieder in Bewegung.
  5. Gefühle sind nicht gefährlich. Unangenehm können sie trotzdem sein, manchmal sehr. Viele haben früh gelernt, bestimmte Gefühle zu vermeiden, weil es damals Folgen hatte, sie zu zeigen. Diese Erinnerung bleibt, auch wenn die Gefahr längst vorbei ist.
  6. Alles fließt. Was jetzt schwer ist, bleibt nicht für immer so, auch wenn es sich gerade genau so anfühlt. Die Angst, steckenzubleiben, ist oft größer als das Steckenbleiben selbst.
  7. Druck arbeitet gegen sich selbst. Wer sich zwingt, sich zu verändern, baut genau den Druck auf, gegen den er ankämpft. Ein Teil drückt, ein anderer hält dagegen.
  8. Wir verändern uns in Beziehung. Ein ruhiger Mensch in der Nähe kann mehr bewirken als jedes Konzept. Manches traut sich erst, wenn jemand dabei ist.

Wofür eigengrund da ist

eigengrund ist ein Ort für Selbsterfahrung, Bewegung und ehrliche Begegnung, online und vor Ort.

Hier kannst du dir selbst wieder näherkommen: deinen Gefühlen, deinen Mustern, deinen Beziehungen. Ohne dass dir jemand vorgibt, wer du werden sollst. Das Tempo bestimmst du, und wie viel du von dir zeigst, auch.

Wir wünschen uns, dass daraus mit der Zeit eine Gemeinschaft wächst. Eine, in der Menschen erleben, dass Entwicklung auch ohne ständige Selbstoptimierung geht. Und Nähe ohne Verstellung.

Was eigengrund leisten kann und wo die Grenzen liegen, steht hier: Wann eigengrund und wann nicht →

Wir erklären nicht. Wir sind dabei.

Woher die Inhalte kommen

Unsere Inhalte entstehen dort, wo eigene Erfahrung, Beobachtungen aus der Begleitung und bestehende Lehren zusammenkommen. Besonders geprägt haben uns:

  • die Polyvagal-Theorie
  • NARM
  • Internal Family Systems
  • Somatic Experiencing
  • die Arbeit von Gopal Norbert Klein
  • die Arbeit von Oliver Ruppel
  • die Traditionelle Chinesische Medizin als Landkarte dafür, was zusammenhängt

Keine dieser Lehren ist die Wahrheit. Jede ist ein Blickwinkel. Nützlich ist, was etwas sichtbar macht, das vorher unsichtbar war.

Unser wissenschaftliches Fundament → · Bücher, die uns begleitet haben →

Wer wir sind

eigengrund haben wir zu zweit gegründet. Uns verbindet dieselbe Grundüberzeugung, und wir haben zwei sehr unterschiedliche Arten, wie sie sich zeigt.

Therapeut oder Therapeutin sind wir nicht. Wir haben selbst gesucht, lange und mit allem, was dazugehört. Aus diesem Suchen heraus begleiten wir heute Menschen und halten Räume.

  • Malte lacht, durchnässt und mit beschlagener Brille, vor einem Wasserfall

    Malte

    Coach & Prozessbegleiter

    Eher still und nach innen gewandt. Er arbeitet gern unterhalb des Verstehens und hält Räume, ohne viel zu erklären. Auf eigengrund gestaltet er die Emotionsräume und Texte und leitet Live-Formate.

  • Sandra lächelt in einem blühenden Garten

    Sandra

    Hypnosecoach (CTW)

    Klar, zugewandt, in Bewegung. Ihr liegt daran, dass Menschen neue Erfahrungen machen können, durch die das, was sie blockiert, nach und nach an Kraft verliert. Sie hütet Live-Räume und kümmert sich um Organisation und Kommunikation.

Wir können nur aus eigener Erfahrung sprechen und aus dem, was wir bei anderen beobachtet haben. Und das ist genug.

Beim Lektorat haben wir KI genutzt. Auch, um unsere eigenen Inhalte zu hinterfragen und blinde Flecken zu finden. Haltung, Gedanken und Ideen sind unsere eigenen.