Ressourcen – Bücher
Eine kurierte Liste. Keine vollständige Bibliographie – sondern Bücher, die in denselben Raum gehören wie diese Seite.
Wer bin ich – und was will ich wirklich?
Remo H. Largo · S. Fischer, 2017
Das passende Leben
Remo H. Largo
Der Entwicklungsforscher Largo argumentiert gegen Leistungsdruck und Optimierungswahn – und für ein Leben, das zur eigenen Individualität passt. Wissenschaftlich fundiert, aber nah am Menschen. Eines der wenigen Bücher, das Selbstfindung ohne Esoterik und ohne Ratgeber-Ton denkt.
Gerald Hüther · S. Fischer, 2011
Wer wir sind und wer wir sein könnten
Gerald Hüther
Der Neurobiologe zeigt, wie frühe Erfahrungen das Gehirn formen – und warum Veränderung möglich bleibt, solange wir leben. Kein Selbsthilfebuch, sondern eine Einladung, sich selbst anders zu sehen: nicht als fertiges Produkt, sondern als offenen Prozess.
Bronnie Ware · Arkana / Goldmann, 2013
5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen
Bronnie Ware
Eine Palliativpflegerin berichtet, was Menschen am Ende ihres Lebens wirklich beschäftigt. Kein Tod-und-Teufel-Buch – sondern ein sehr ehrliches Buch über das Leben. Was wir aufschieben. Was wir verdrängen. Was bleibt, wenn alles andere wegfällt.
Beziehungen – mit anderen und mit sich selbst
Kay Pollak · Penguin, 2019
Durch Begegnungen wachsen
Kay Pollak
Der schwedische Regisseur – bekannt durch den Film „Wie im Himmel“ – schreibt über das, was Begegnungen gelingen oder scheitern lässt. Kein akademisches Buch – eher ein stilles, einprägsames Plädoyer für achtsames Miteinander.
Marshall B. Rosenberg · Junfermann
Gewaltfreie Kommunikation
Marshall B. Rosenberg
Im Kern ein Buch über Gefühle und Bedürfnisse – nicht über Kommunikationstechniken. Er zeigt, wie sehr wir uns von unseren eigenen Gefühlen und Bedürfnissen entfremdet haben, und wie der Weg zurück aussehen kann. Nützlich nicht nur in Beziehungen, sondern als Spiegel auf das eigene Innenleben.
Laurence Heller · Kösel, 2013
Befreiung von Schuld und Scham
Laurence Heller
Heller, Begründer des NARM-Ansatzes, arbeitet an den tiefen Mustern, die aus frühen Entwicklungstraumata entstehen – und die sich in Beziehungen, Selbstwert und Körper zeigen. Eines der präzisesten Bücher zu dem, was unterhalb von Schuld und Scham wirklich sitzt.
Körper, Nervensystem und Veränderung
Peter Levine · Kösel, 2011
Sprache ohne Worte
Peter Levine
Levine, Begründer von Somatic Experiencing, zeigt, wie der Körper Trauma speichert – und wie er es auch wieder loslassen kann. Kein Trauma-Ratgeber im klassischen Sinn, sondern ein Buch über die Intelligenz des Nervensystems. Grundlagenwerk für alle, die verstehen wollen, warum Veränderung nicht über den Kopf läuft.
Deb Dana · Junfermann, 2018
Die Polyvagal-Theorie in der Therapie
Deb Dana
Dana macht Stephen Porges‘ Polyvagal-Theorie zugänglich – und zeigt, wie das autonome Nervensystem bestimmt, ob wir uns sicher, in Verbindung oder in Überlebensmode fühlen. Für alle, die verstehen wollen, warum der Körper manchmal reagiert, bevor der Verstand überhaupt begriffen hat, was gerade passiert.
Gopal Norbert Klein · VAK Verlag, 2020
Der Vagus-Schlüssel zur Traumaheilung
Gopal Klein
Ein praxisnahes Buch über den Vagusnerv als Brücke zwischen Körper, Nervensystem und emotionaler Regulation. Zugänglicher als viele Fachbücher zu diesem Thema – und nah an dem, was man selbst erfahren und erkunden kann.
Bessel van der Kolk · Junfermann, 2014
Verkörperter Schrecken
Bessel van der Kolk
Van der Kolks Standardwerk über Trauma und den Körper. Umfassender als Levine, mehr klinisch – aber gleichzeitig tief menschlich. Erklärt, warum klassische Gesprächstherapie allein oft nicht reicht und warum der Körper immer Teil des Weges ist.
Innere Arbeit und Bewusstsein
Chögyal Namkhai Norbu · Shang Shung
Der Spiegel
Chögyal Namkhai Norbu
Ein kurzes, sehr stilles Buch über Selbstwahrnehmung und die Natur des Geistes – aus der Dzogchen-Tradition des tibetischen Buddhismus. Kein esoterisches Buch, keine Übungen. Eher: eine Einladung, anders hinzuschauen. Für Menschen, die über das Psychologische hinausfragen.
Viktor Frankl · Kösel
…trotzdem Ja zum Leben sagen
Viktor Frankl
Frankls Bericht aus dem Konzentrationslager – und seine Theorie der Sinnfindung. Ein Buch, das man nicht liest um Ratschläge zu bekommen, sondern um zu verstehen, dass Sinn auch unter extremsten Bedingungen möglich ist. Für Menschen, die in einer Leere suchen, die tiefer geht als Optimierung je reichen könnte.
David Whyte · Many Rivers Press, 2015
Consolations
David Whyte
Whyte schreibt über Worte wie „Müdigkeit“, „Vergebung“, „Einsamkeit“ – in einer Art, die den Leser nicht erklärt, sondern begleitet. Keine Übersetzung ins Deutsche vorhanden, aber eines der schönsten Bücher über das, was Sprache berühren kann, wenn sie ehrlich ist.
Nur auf Englisch erhältlich.
Diese Liste wird laufend ergänzt – dort, wo eigene Erfahrung, Beobachtungen aus der Begleitung von Entwicklungsprozessen und wissenschaftliche Literatur sich treffen.
