Mit Freude sein
Ein Emotionsraum für dein Verhältnis zu Freude.
Freude kann überschäumend sein: Lachen, Leichtigkeit, der Impuls zu tanzen oder jemanden anzurufen. Oft ist sie leiser. Dann zeigt sie sich als kurzer, warmer Moment, der vorbei ist, bevor du ihn bemerkst. Und manchmal kommt sie mit Begleitung: einem „Freu dich nicht zu früh“, einem schlechten Gewissen oder der Frage, wann das Nächste schiefgeht.
Mit Freude sein gibt dir 21 Einheiten Zeit, ihr zu begegnen – und wahrzunehmen, wie viel davon du dir erlaubst.
21 Einheiten · 3 Perspektiven · selbstgeführt · Teil des Jahresraums
Vielleicht kennst du etwas davon.
Wenn etwas gut läuft, wartest du schon auf den Haken.
Ein Kompliment wehrst du ab, bevor es ankommen kann.
Du freust dich über etwas, behältst es aber lieber für dich.
Du weißt noch, was dich früher gefreut hat, aber nicht genau, was es heute ist.
Oder du liest das und denkst: Was soll man an Freude denn erkunden? Eine gute Frage. Der Raum lädt dazu ein, sie offen zu lassen.
Freude aus drei Richtungen.
Wie jeder Emotionsraum schaut auch dieser aus drei Perspektiven auf die Emotion. Bei Freude heißt das:
Die Wächter: was du tust, damit Freude nicht zu groß wird. Relativieren, bescheiden bleiben, an das denken, was noch fehlt, Freude auf später verschieben.
Der Körper: wie Freude sich zeigt. Weite in der Brust, Wärme, Lachen, Lust auf Bewegung. Oder der Moment, in dem etwas bremst.
Die Menschlichkeit: mit wem du Freude teilst. Ob du dich freuen darfst, wenn es anderen schlecht geht. Und was dich ganz persönlich lebendig macht.
So kann eine Einheit aussehen.
Andere Einheiten richten den Blick auf den Körper, auf das Bremsen oder darauf, mit wem du Freude teilst. Manche enthalten ein Video, manche fast nur eine Frage.
Hier muss Gutes nicht verdient werden.
Viele haben früh gelernt: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Oder: Wer sich zu sehr freut, wird schnell wieder auf den Boden geholt. Daraus wird leicht eine Haltung, in der Freude erst erlaubt ist, wenn alles erledigt ist. Und erledigt ist nie alles.
In diesem Raum musst du dir nichts verdienen. Es muss auch nichts kaputt sein, damit du ihn öffnest. Die anderen Räume beginnen oft bei dem, was schwer ist. Dieser beginnt bei dem, was lebendig macht. Für manche ist genau das der schwierigste Raum.
Freude muss hier nicht wachsen.
Dieser Raum verspricht dir weder mehr Glück noch eine positivere Sicht auf dein Leben. Freude lässt sich nicht verordnen.
Vielleicht merkst du, wie schnell du sie bremst. Vielleicht entdeckst du kleine Dinge, an denen du bisher vorbeigegangen bist. Vielleicht ist Freude für dich ganz unkompliziert, und du merkst, dass du diesen Raum gar nicht brauchst.
Freude muss nichts bringen, um da sein zu dürfen.
Grenzen
Mit Freude sein ist selbstgeführte Selbsterfahrung und keine Therapie. Wenn du seit Wochen kaum noch Freude empfindest, dich für fast nichts mehr interessierst und dich dauerhaft niedergeschlagen fühlst, kann das ein Zeichen für eine Depression sein. Dann lass das bitte ärztlich oder therapeutisch abklären, bevor du mit diesem Raum beginnst.
Wann eigengrund passt – und wann nicht →
Freude ist Teil des Jahresraums.
Mit Freude sein gehört zum Jahresraum. Du bekommst zwölf Monate Zugang zu allen Emotionsräumen, einen Rückblick nach jedem Raum und vier saisonale Zirkel. Eine Reihenfolge gibt es nicht. Du kannst direkt mit Freude beginnen.
Derzeit auf freiwilliger Spendenbasis — künftig für 399 €
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Häufig gestellte Fragen
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Weil auch Freude ein Verhältnis hat, das man sich ansehen kann. Viele Menschen bremsen sie, teilen sie nicht oder trauen ihr nicht. Und wer nur mit schweren Gefühlen arbeitet, verliert leicht aus dem Blick, was trägt.
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Freude will sich ausdehnen: lachen, tanzen, sich strecken, jemandem davon erzählen. Im Stillsitzen wird sie leicht gedämpft. Der Name lädt dazu ein, ihr auch körperlich Raum zu geben. Du kannst jede Einheit im Stehen, Gehen oder Sitzen machen.
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Wenn das schon länger so ist, sprich bitte zuerst mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Therapeutin. Anhaltende Freudlosigkeit kann ein Zeichen für eine Depression sein. Der Raum kann begleitend sinnvoll sein, ersetzt aber keine Behandlung.
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Das kennen viele, besonders in schweren Zeiten oder wenn es Menschen in der Nähe nicht gut geht. Genau diese Spannung ist eine der Fragen, die der Raum aufgreift.
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Ja. Eine Reihenfolge gibt es nicht. Manche beginnen bewusst mit Freude, um sich mit dem Format vertraut zu machen.
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Für eine Einheit meist zwischen 2 und 6 Minuten. Wie lange der ganze Raum dauert, bestimmst du.
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Ja. Erzähl am besten deiner Therapeutin, deinem Therapeuten oder deinem Coach davon. Dann könnt ihr gemeinsam einordnen, was dabei auftaucht.
