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Mit Wut sein


Ein Emotionsraum für dein Verhältnis zu Wut.

Wut kann laut sein: Hitze im Gesicht, geballte Fäuste, eine Stimme, die lauter wird. Oft ist sie leiser. Dann zeigt sie sich als Gereiztheit, als Zynismus, als Rückzug, als verspannter Kiefer oder als „Ist schon gut“, das gar nicht gut ist. Manchmal kommt sie erst Stunden später, wenn das Gespräch längst vorbei ist.

Mit Wut sein gibt dir 21 Einheiten Zeit, ihr zu begegnen – und wahrzunehmen, wohin ihre Kraft eigentlich will.

21 Einheiten · 3 Perspektiven · selbstgeführt · Teil des Jahresraums


Vielleicht kennst du etwas davon.

Die passende Antwort fällt dir erst ein, wenn du längst zu Hause bist.

Du sagst Ja und ärgerst dich hinterher über dich selbst.

Kleinigkeiten bringen dich auf, während das Eigentliche unangetastet bleibt.

Wenn du doch einmal laut wirst, erschrickst du vor dir selbst.

Oder du liest das und denkst: Ich werde eigentlich nie wütend. Auch das ist ein guter Anfang.

Warum „sein“ und nicht „sitzen“.

Wut ist Energie, die nach vorne will. Wer sie im Sitzen festhält, spürt sie oft als Druck, als harten Kiefer, als Kopfschmerz oder als Starre. Die Kraft bleibt dann im Körper stecken und richtet sich nicht selten gegen dich selbst.

Deshalb darfst du in diesem Raum aufstehen, stampfen, die Hände fest gegeneinander drücken, ein Kissen packen, laut ausatmen oder eine Runde um den Block gehen. Manche Einheiten laden ausdrücklich dazu ein. Mit Wut sein heißt: Ihre Kraft darf im Körper ankommen, ohne dass sie jemanden trifft.

Wut aus drei Richtungen.

Wie jeder Emotionsraum schaut auch dieser aus drei Perspektiven auf die Emotion. Bei Wut heißt das:

Die Wächter: was du tust, damit Wut nicht sichtbar wird. Runterschlucken, freundlich bleiben, alles verstehen wollen, dich zurückziehen. Oder das Gegenteil: schnell explodieren, damit das, was darunter liegt, nicht spürbar wird.

Der Körper: wie Wut sich zeigt. Hitze, Spannung in Kiefer und Schultern, Kraft in Armen und Beinen. Und was passiert, wenn diese Kraft sich bewegen darf.

Die Menschlichkeit: wo deine Grenzen liegen und wann du Nein sagst. Wie in deiner Familie mit Wut umgegangen wurde. Und wie viel Raum du einnehmen darfst.

So kann eine Einheit aussehen.

Einblick in eine Einheit aus Mit Wut sein: Impulstext, Reflexionsfrage und privates Eingabefeld.
Screenshot · Ausschnitt aus Einheit 12 in Mit Wut sein

Andere Einheiten richten den Blick auf Grenzen, auf das Runterschlucken oder darauf, was im Kontakt mit anderen geschieht. Manche enthalten ein Video, manche fast nur eine Frage.

Wut muss hier nicht weg.

Wut zeigt, wo eine Grenze ist, und sie gibt dir die Kraft, für sie einzustehen. Deshalb verspricht dir dieser Raum weder Gelassenheit noch bessere Selbstkontrolle.

Vielleicht bemerkst du deine Wut früher. Vielleicht findest du einen Satz, den du schon lange sagen wolltest. Vielleicht merkst du zum ersten Mal, wie viel Kraft da eigentlich ist.

Wut ist hier willkommen. Was du mit ihr tust, entscheidest du.

Grenzen

Mit Wut sein ist selbstgeführte Selbsterfahrung und keine Therapie. Wenn deine Wut dazu führt, dass du anderen Menschen oder dir selbst schadest, oder wenn du Angst davor hast, dass das passieren könnte, ist professionelle Begleitung der richtige Ort. Dasselbe gilt, wenn du gerade stark destabilisiert bist.

Wann eigengrund passt – und wann nicht →

Wut ist Teil des Jahresraums.

Mit Wut sein gehört zum Jahresraum. Du bekommst zwölf Monate Zugang zu allen Emotionsräumen, einen Rückblick nach jedem Raum und vier saisonale Zirkel. Eine Reihenfolge gibt es nicht. Du kannst direkt mit Wut beginnen.

Derzeit auf freiwilliger Spendenbasis — künftig für 399 €

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Häufig gestellte Fragen

Weil Wut Bewegung braucht. Stillsitzen hält ihre Kraft im Körper fest. Der Name lädt dazu ein, sie körperlich zuzulassen, ohne dass jemand zu Schaden kommt. Du kannst jede Einheit im Stehen, Gehen oder Sitzen machen.

Wut ist ein Gefühl. Gefährlich wird es dort, wo daraus Gewalt gegen andere oder gegen dich selbst wird. Im Raum geht es darum, Wut zu spüren und ihr eine Richtung zu geben, die niemanden verletzt.

Gerade dann vielleicht. Wut zeigt sich oft verkleidet: als Müdigkeit, Gereiztheit, Rückzug oder Kopfschmerz. Du kannst einfach schauen, ob dich etwas anspricht.

Das kann passieren. Beweg dich, geh nach draußen, drück die Hände gegeneinander, atme laut aus, trommel oder boxe auf ein Kissen. Du kannst jederzeit pausieren. Wenn du merkst, dass du jemanden verletzen könntest, verlass die Situation und hol dir Unterstützung. In einer akuten Krise erreichst du die TelefonSeelsorge rund um die Uhr und kostenlos: Deutschland 0800 111 0 111, Österreich 142, Schweiz 143. Im Notfall: 112.

Für eine Einheit meist zwischen 2 und 6 Minuten. Wie lange der ganze Raum dauert, bestimmst du.

Ja. Erzähl am besten deiner Therapeutin, deinem Therapeuten oder deinem Coach davon. Dann könnt ihr gemeinsam einordnen, was dabei auftaucht.